Kerber Art & Service e.K. · Eingetragener Betrieb in der Handwerkerrolle
Naturbeläge: Linoleum, Kork und Sisal
Böden aus nachwachsenden Rohstoffen – langlebig, wohngesund und anspruchsvoll in der Verlegung.
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Korkboden im Dachgeschoss, frisch versiegelt. Der warme Ton und die Holzdecke ergänzen sich – und barfuß ist der Unterschied zu jedem Hartbelag sofort spürbar.
Naturbeläge sind der Gegenentwurf zum schnellen Klickboden. Sie bestehen aus nachwachsenden
Rohstoffen, sie halten Jahrzehnte, und sie verzeihen weniger – weder bei der Verlegung noch
bei der Pflege. Wer sie sich zutraut, bekommt dafür einen Boden, den man nach zwanzig Jahren
noch aufarbeiten kann statt ihn zu entsorgen.
Linoleum
Linoleum wird seit 1863 aus denselben Zutaten hergestellt: Leinöl, Naturharze, Holz- und
Korkmehl, Kalksteinpulver, Farbpigmente, alles auf ein Jutegewebe aufgetragen. Es ist kein
PVC und hat mit Kunststoff nichts zu tun – die Verwechslung hält sich nur, weil beide als
Bahnenware kommen.
Antibakteriell von Natur aus. Das oxidierende Leinöl hemmt Keimwachstum
dauerhaft. Deshalb liegt Linoleum bis heute in Krankenhäusern, Schulen und Kindergärten.
Durchgefärbt. Die Musterung geht durch die gesamte Schichtdicke. Kratzer
zeigen kein anderes Material darunter, wie es bei bedruckten Belägen der Fall ist.
Sehr langlebig. Dreißig Jahre und mehr sind bei ordentlicher Pflege normal.
Die Fläche kann zwischendurch neu eingepflegt werden.
Anspruchsvoll in der Verlegung. Vollflächig verklebt, Nähte verschweißt,
Untergrund muss gespachtelt sein. Das ist kein Selbermacher-Boden.
Die Bahn wird zurückgerollt, der Kleber mit der vorgeschriebenen Zahnung aufgezogen und der
Belag in die offene Zeit eingelegt. Wer zu spät einlegt, bekommt keine Haftung mehr.
Kork
Kork ist die Rinde der Korkeiche. Sie wird alle neun bis zwölf Jahre geschält, der Baum wächst
weiter – ein Rohstoff, der wirklich nachwächst. Die wabenartige Zellstruktur speichert Luft,
deshalb fühlt sich Kork warm an und dämpft den Schall.
Klick-Kork ist schwimmend verlegt, schnell fertig und bereits werkseitig
versiegelt oder mit einer Deckschicht versehen.
Klebekork wird vollflächig verklebt und vor Ort versiegelt oder geölt. Er
lässt sich später nachschleifen und hält damit deutlich länger.
Gelenkschonend und leise – der beste Boden für Räume, in denen viel
gestanden oder gespielt wird.
Empfindlich gegen Punktlasten. Unter schweren Möbeln bleiben Druckstellen.
Filzgleiter sind hier keine Empfehlung, sondern Pflicht.
Sisal, Kokos und andere Naturfasern
Sisal kommt aus den Blättern der Agave, Kokos aus der Faser der Kokosnuss. Beide sind sehr
strapazierfähig, optisch unaufgeregt und ausgesprochen empfindlich gegen Feuchtigkeit.
Wir raten von Sisal und Kokos in Küche, Bad und Eingangsbereich ab. Die Fasern quellen, es
bilden sich Wellen und Flecken lassen sich kaum wieder entfernen. In Schlafzimmer,
Arbeitszimmer und Ankleide sind sie dagegen eine sehr gute Wahl – dort halten sie länger
als mancher Teppichboden.
Was Naturbeläge vom Rest unterscheidet
Akklimatisieren. Das Material muss 24 bis 48 Stunden im Raum liegen, bevor
es verarbeitet wird. Diese Zeit gehört in die Terminplanung.
Vollflächige Verklebung. Bei Linoleum und Klebekork ohne Alternative. Der
Untergrund muss also gespachtelt, grundiert
und trocken sein.
Erstpflege. Direkt nach der Verlegung wird eine Schutzschicht aufgebracht.
Ohne sie ist die Fläche in den ersten Wochen ungeschützt.
Andere Reinigungsmittel. Stark alkalische Reiniger greifen Linoleum an. Wir
geben Ihnen bei der Übergabe die passende Anleitung mit.
Was Naturbeläge in München kosten
Ehrlich gesagt: mehr als Laminat, oft auch mehr als Vinyl. Der Materialpreis liegt höher, und
der Verlegeaufwand ist deutlich größer – Akklimatisieren, vollflächig Verkleben, Nähte
Verschweißen, Erstpflege. Was den Preis im Einzelfall bestimmt:
Zustand des Untergrunds und nötiger Spachtelaufbau
Bahnenware mit Schweißnähten oder Plattenformat
Raumzuschnitt und Anzahl der Anschlüsse
Hochgezogene Sockel oder Hohlkehlen bei Objektflächen
Erstpflege und gewünschte Oberflächenbehandlung
Für eine erste Orientierung nutzen Sie den Schnellangebotsrechner.
Muster sollten Sie unbedingt in echt sehen: Linoleumfarben wirken auf dem Bildschirm völlig
anders als im Raum. Wir gehen dafür mit Ihnen in die
Musterausstellung.
Pflege danach: Linoleum und Kork brauchen andere Mittel als Vinyl. Wer hier den falschen Reiniger nimmt, greift die Oberfläche an. Unsere Anleitung nennt Ihnen die richtigen.
Nein, und der Unterschied ist grundlegend. Linoleum besteht aus Leinöl, Naturharzen, Holz- und Korkmehl, Kalksteinpulver und Jutegewebe – alles nachwachsende oder mineralische Rohstoffe. PVC ist ein Kunststoff aus Erdöl. Die Verwechslung kommt daher, dass beide als Bahnenware verlegt werden.
Riecht Linoleum wirklich?
In den ersten Wochen ja, leicht nach Leinöl. Das ist die natürliche Oxidation des Leinöls und kein Schadstoff – im Gegenteil, sie wirkt antibakteriell. Der Geruch verliert sich. Wer sehr geruchsempfindlich ist, sollte das vorher wissen.
Wie lange hält ein Korkboden?
Bei Klick-Kork mit Furnier- oder Vinyldeckschicht 15 bis 20 Jahre. Massives Klebekork lässt sich sogar nachschleifen und neu versiegeln und hält dann deutlich länger. Wichtig ist eine intakte Oberflächenversiegelung – ungeschützter Kork nimmt Feuchtigkeit auf.
Sind Naturbeläge teurer?
Im Material meist ja, im Verlegelohn deutlich. Linoleum ist sperriger als Vinyl, muss akklimatisieren, wird vollflächig verklebt und die Nähte werden verschweißt. Dafür halten diese Böden bei richtiger Pflege dreißig Jahre und länger – auf die Nutzungsdauer gerechnet sind sie oft die günstigere Wahl.
Naturboden in München verlegen lassen
Naturbeläge sind Beratungsware. Sagen Sie mir, welche Räume es sind, ob Allergien im Haushalt eine Rolle spielen und wie stark die Fläche belastet wird – dann sage ich Ihnen ehrlich, ob Linoleum, Kork oder doch etwas anderes das Richtige ist.
Naturbeläge verlegen wir im gesamten Münchner Raum, besonders oft in Neuried, Gräfelfing, Planegg, Großhadern und Solln. In der Nähe von Klinikum Großhadern und Campus Martinsried fragen viele Kunden gezielt nach wohngesunden, emissionsarmen Böden – Linoleum ist dafür bis heute die ehrlichste Antwort.