Kerber Art & Service e.K. · Eingetragener Betrieb in der Handwerkerrolle
Gewerbe- und Objektbeläge
Andere Regeln als in der Wohnung: Nutzungsklasse, Brandschutz und ein Zeitfenster, das steht.
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Büro nach der Fertigstellung. In Verwaltungsflächen zählt weniger die Optik als die Frage, ob der Belag Rollstühle und Bürostühle jahrelang aushält.
In der Wohnung entscheidet der Geschmack, im Objekt entscheiden Vorschriften und Termine.
Nutzungsklasse, Brandverhalten, Rutschhemmung, elektrostatisches Verhalten – und ein
Zeitfenster, das steht, weil die Fläche am Montag wieder in Betrieb sein muss. Genau das ist
der Unterschied zwischen einem Objektauftrag und einer Wohnungsrenovierung.
Wo wir arbeiten
Büro und Verwaltung – Objektteppich, Designbelag und Kautschuk. Wichtig sind
Trittschall, Rollstuhlbelastbarkeit und die Frage, wie schnell eine Fläche wieder nutzbar ist.
Praxen und Labore – fugenlos verschweißte Bahnenware, an den Rändern als
Hohlkehle hochgezogen. Nur so lässt sich die Fläche wirklich desinfizieren.
Verkaufsflächen und Ladenbau – Materialwechsel, Zonierung, eingelegte Logos.
Hier ist der Boden Teil der Gestaltung, nicht nur Untergrund.
Schulen und Kindergärten – hohe Nutzungsklasse, Brandschutz, unempfindliche
Oberflächen. Häufig Linoleum, weil es
durchgefärbt und antibakteriell ist.
Umkleiden, Sanitär- und Nassbereiche – rutschhemmende Beläge mit
verschweißten Nähten und dichtem Wandanschluss.
Industrie und Werkstatt – hohe mechanische Belastung, Punktlasten durch
Regale und Hubwagen.
Materialwechsel im Ladenbau: Die geschwungene Schnittkante wird vor Ort angerissen und von
Hand geschnitten. Jede Abweichung im Verlauf sieht man später über die ganze Länge.
Die Vorschriften, die wirklich zählen
Nutzungsklasse
Sie beschreibt, wie stark eine Fläche beansprucht wird. Wichtiger als die reine Zahl ist
die Frage, ob Rollstühle, Bürostühle oder Rollcontainer darüber fahren.
31/32: Büro mit normalem Verkehr
33: Empfang, Flure, Verkaufsflächen
34 bis 43: Industrie und Werkstatt
Brandverhalten
In Rettungswegen, Treppenhäusern und Versammlungsstätten meist mindestens Bfl-s1. Geprüft
wird immer der Gesamtaufbau aus Belag und Kleber, nie der Belag allein.
Wir dokumentieren alle eingesetzten Produkte
Datenblätter für die Abnahme liegen bei
Klärung vor der Bestellung, nicht danach
Rutschhemmung
In Nassbereichen, Küchen und Eingangszonen vorgeschrieben. Die Bewertungsgruppen R9 bis
R13 richten sich nach der Nutzung des Raums.
R9/R10: Eingangsbereiche, Sanitärräume
R11/R12: Großküchen, Werkstätten
Zusätzlich Verdrängungsraum V4 bis V10 möglich
Verlegung im laufenden Betrieb
Bei Objektaufträgen ist das eher der Normalfall als die Ausnahme. Wir arbeiten abschnittsweise,
nachts oder am Wochenende. Was mehr Zeit kostet als die Verlegung selbst, wenn es vorher nicht
geregelt ist:
Wo darf Material gelagert werden und wie kommt es ins Gebäude
Wer schließt auf, wer ist Ansprechpartner vor Ort
Ab wann sind die Flächen tatsächlich frei geräumt
Wann müssen sie wieder begehbar sein – begehbar ist nicht gleich voll belastbar
Wie wird die Baustelle gegen den laufenden Betrieb abgetrennt
Sagen Sie mir Ihr Zeitfenster bitte schon bei der Anfrage. Passt es, gehen wir
in die Details. Passt es nicht, sage ich das sofort. Ich nehme keinen Objektauftrag an, von
dem ich schon weiß, dass ich den Termin nicht halten kann – das ist ehrlicher, als Sie
hinzuhalten und Sie später in Erklärungsnot zu bringen.
Der Untergrund ist bei Großflächen die eigentliche Aufgabe
Auf zweihundert Quadratmetern zeigt Streiflicht jede Unebenheit, die man auf zwanzig
Quadratmetern nie bemerkt hätte. Dazu kommt: Objektflächen haben oft alte, mehrfach
beschichtete Estriche, Fugen, Höhensprünge zwischen Bauabschnitten und Restfeuchte, die
niemand gemessen hat. Wie wir damit umgehen, steht unter
Untergrund vorbereiten.
Sonderleistungen
Intarsien und Logos werden in den Belag eingelassen, nicht aufgeklebt. Das
Ergebnis ist fugenlos begehbar und hält so lange wie der Boden selbst.
Zonierung durch Materialwechsel – Laufwege, Wartebereiche und Verkaufszonen
lassen sich über den Boden führen, ganz ohne Beschilderung.
Hohlkehlen und dichte Wandanschlüsse für Hygienebereiche.
Ausschreibungen kalkulieren wir nach Leistungsverzeichnis und geben zu jeder
Position das eingesetzte Produkt mit Datenblatt an.
Für Büros mit normalem Publikumsverkehr reicht Klasse 32, für stark begangene Bereiche wie Empfang, Flure und Verkaufsflächen Klasse 33. Industrieflächen und Werkstätten liegen bei Klasse 34 bis 43. Wichtiger als die Zahl ist oft die Frage nach Rollstuhl- und Rollcontainernutzung – die schleift den Belag anders ab als Fußgänger.
Was ist beim Brandschutz zu beachten?
In Flucht- und Rettungswegen, in Treppenhäusern und in Versammlungsstätten schreibt die Bauordnung meist mindestens Bfl-s1 vor, also schwer entflammbar mit begrenzter Rauchentwicklung. Entscheidend ist immer der Gesamtaufbau aus Belag und Kleber, nicht der Belag allein. Wir dokumentieren die verwendeten Produkte, damit Sie die Unterlagen für die Abnahme haben.
Können Sie im laufenden Betrieb arbeiten?
Ja, das ist bei Objektaufträgen eher der Normalfall. Wir arbeiten abschnittsweise, nachts oder am Wochenende. Was wir vorher klären müssen: Wo darf gelagert werden, wie kommt das Material ins Gebäude, wann sind die Flächen frei und wer schließt auf. Diese Punkte kosten mehr Zeit als die Verlegung selbst, wenn sie nicht vorher geregelt sind.
Übernehmen Sie auch die Ausschreibungsunterlagen?
Wir kalkulieren nach Leistungsverzeichnis und geben Ihnen zu jeder Position die eingesetzten Produkte mit Datenblatt an. Für kleinere Objekte erstellen wir auf Wunsch auch selbst eine Leistungsbeschreibung, damit Sie vergleichbare Angebote einholen können.
Objektfläche in München ausschreiben oder anfragen
Für ein belastbares Angebot brauche ich Fläche, Nutzung, gewünschte Nutzungsklasse und – am wichtigsten – das Zeitfenster. Sagen Sie mir früh, wann die Fläche wieder in Betrieb sein muss. Wenn es nicht geht, sage ich das sofort, statt Sie hinzuhalten.
Objektaufträge führen wir im gesamten Münchner Raum aus, unter anderem in Obersendling, Martinsried, Planegg, Laim und der Münchner Innenstadt. Für Praxen und Labore im Umfeld von Klinikum Großhadern und dem Campus Martinsried arbeiten wir regelmäßig – dort zählen Fugendichtheit und Hygiene mehr als die Optik.