Fertiges Büro in München mit Designboden in Holzoptik und Fensterfront
Langer Objektflur in München mit eingefasstem Teppichläufer und Türreihe
Sisalläufer mit Holzeinfassung in einem Objektflur in München
Schulflur in München mit Noppenbelag und angrenzender Treppe
Bodenleger setzt eine Intarsie in einen hellen Objektbelag ein

Büro nach der Fertigstellung. In Verwaltungsflächen zählt weniger die Optik als die Frage, ob der Belag Rollstühle und Bürostühle jahrelang aushält.

In der Wohnung entscheidet der Geschmack, im Objekt entscheiden Vorschriften und Termine. Nutzungsklasse, Brandverhalten, Rutschhemmung, elektrostatisches Verhalten – und ein Zeitfenster, das steht, weil die Fläche am Montag wieder in Betrieb sein muss. Genau das ist der Unterschied zwischen einem Objektauftrag und einer Wohnungsrenovierung.

Wo wir arbeiten

  • Büro und Verwaltung – Objektteppich, Designbelag und Kautschuk. Wichtig sind Trittschall, Rollstuhlbelastbarkeit und die Frage, wie schnell eine Fläche wieder nutzbar ist.
  • Praxen und Labore – fugenlos verschweißte Bahnenware, an den Rändern als Hohlkehle hochgezogen. Nur so lässt sich die Fläche wirklich desinfizieren.
  • Verkaufsflächen und Ladenbau – Materialwechsel, Zonierung, eingelegte Logos. Hier ist der Boden Teil der Gestaltung, nicht nur Untergrund.
  • Schulen und Kindergärten – hohe Nutzungsklasse, Brandschutz, unempfindliche Oberflächen. Häufig Linoleum, weil es durchgefärbt und antibakteriell ist.
  • Umkleiden, Sanitär- und Nassbereiche – rutschhemmende Beläge mit verschweißten Nähten und dichtem Wandanschluss.
  • Industrie und Werkstatt – hohe mechanische Belastung, Punktlasten durch Regale und Hubwagen.
Präzise geschnittene Kurve zwischen drei verschiedenen Objektbelägen
Materialwechsel im Ladenbau: Die geschwungene Schnittkante wird vor Ort angerissen und von Hand geschnitten. Jede Abweichung im Verlauf sieht man später über die ganze Länge.

Die Vorschriften, die wirklich zählen

Nutzungsklasse

Sie beschreibt, wie stark eine Fläche beansprucht wird. Wichtiger als die reine Zahl ist die Frage, ob Rollstühle, Bürostühle oder Rollcontainer darüber fahren.

  • 31/32: Büro mit normalem Verkehr
  • 33: Empfang, Flure, Verkaufsflächen
  • 34 bis 43: Industrie und Werkstatt

Brandverhalten

In Rettungswegen, Treppenhäusern und Versammlungsstätten meist mindestens Bfl-s1. Geprüft wird immer der Gesamtaufbau aus Belag und Kleber, nie der Belag allein.

  • Wir dokumentieren alle eingesetzten Produkte
  • Datenblätter für die Abnahme liegen bei
  • Klärung vor der Bestellung, nicht danach

Rutschhemmung

In Nassbereichen, Küchen und Eingangszonen vorgeschrieben. Die Bewertungsgruppen R9 bis R13 richten sich nach der Nutzung des Raums.

  • R9/R10: Eingangsbereiche, Sanitärräume
  • R11/R12: Großküchen, Werkstätten
  • Zusätzlich Verdrängungsraum V4 bis V10 möglich

Verlegung im laufenden Betrieb

Bei Objektaufträgen ist das eher der Normalfall als die Ausnahme. Wir arbeiten abschnittsweise, nachts oder am Wochenende. Was mehr Zeit kostet als die Verlegung selbst, wenn es vorher nicht geregelt ist:

  • Wo darf Material gelagert werden und wie kommt es ins Gebäude
  • Wer schließt auf, wer ist Ansprechpartner vor Ort
  • Ab wann sind die Flächen tatsächlich frei geräumt
  • Wann müssen sie wieder begehbar sein – begehbar ist nicht gleich voll belastbar
  • Wie wird die Baustelle gegen den laufenden Betrieb abgetrennt

Sagen Sie mir Ihr Zeitfenster bitte schon bei der Anfrage. Passt es, gehen wir in die Details. Passt es nicht, sage ich das sofort. Ich nehme keinen Objektauftrag an, von dem ich schon weiß, dass ich den Termin nicht halten kann – das ist ehrlicher, als Sie hinzuhalten und Sie später in Erklärungsnot zu bringen.

Der Untergrund ist bei Großflächen die eigentliche Aufgabe

Auf zweihundert Quadratmetern zeigt Streiflicht jede Unebenheit, die man auf zwanzig Quadratmetern nie bemerkt hätte. Dazu kommt: Objektflächen haben oft alte, mehrfach beschichtete Estriche, Fugen, Höhensprünge zwischen Bauabschnitten und Restfeuchte, die niemand gemessen hat. Wie wir damit umgehen, steht unter Untergrund vorbereiten.

Sonderleistungen

  • Intarsien und Logos werden in den Belag eingelassen, nicht aufgeklebt. Das Ergebnis ist fugenlos begehbar und hält so lange wie der Boden selbst.
  • Zonierung durch Materialwechsel – Laufwege, Wartebereiche und Verkaufszonen lassen sich über den Boden führen, ganz ohne Beschilderung.
  • Hohlkehlen und dichte Wandanschlüsse für Hygienebereiche.
  • Ausschreibungen kalkulieren wir nach Leistungsverzeichnis und geben zu jeder Position das eingesetzte Produkt mit Datenblatt an.

Objektbeläge speziell im Bürobereich haben wir hier ausführlicher beschrieben: Bodenbeläge im Objektbereich. Für Fahrzeuge und Busse siehe Bodenbeläge für Nutzfahrzeuge.

Häufige Fragen

Welche Nutzungsklasse braucht meine Fläche?

Für Büros mit normalem Publikumsverkehr reicht Klasse 32, für stark begangene Bereiche wie Empfang, Flure und Verkaufsflächen Klasse 33. Industrieflächen und Werkstätten liegen bei Klasse 34 bis 43. Wichtiger als die Zahl ist oft die Frage nach Rollstuhl- und Rollcontainernutzung – die schleift den Belag anders ab als Fußgänger.

Was ist beim Brandschutz zu beachten?

In Flucht- und Rettungswegen, in Treppenhäusern und in Versammlungsstätten schreibt die Bauordnung meist mindestens Bfl-s1 vor, also schwer entflammbar mit begrenzter Rauchentwicklung. Entscheidend ist immer der Gesamtaufbau aus Belag und Kleber, nicht der Belag allein. Wir dokumentieren die verwendeten Produkte, damit Sie die Unterlagen für die Abnahme haben.

Können Sie im laufenden Betrieb arbeiten?

Ja, das ist bei Objektaufträgen eher der Normalfall. Wir arbeiten abschnittsweise, nachts oder am Wochenende. Was wir vorher klären müssen: Wo darf gelagert werden, wie kommt das Material ins Gebäude, wann sind die Flächen frei und wer schließt auf. Diese Punkte kosten mehr Zeit als die Verlegung selbst, wenn sie nicht vorher geregelt sind.

Übernehmen Sie auch die Ausschreibungsunterlagen?

Wir kalkulieren nach Leistungsverzeichnis und geben Ihnen zu jeder Position die eingesetzten Produkte mit Datenblatt an. Für kleinere Objekte erstellen wir auf Wunsch auch selbst eine Leistungsbeschreibung, damit Sie vergleichbare Angebote einholen können.

Objektfläche in München ausschreiben oder anfragen

Für ein belastbares Angebot brauche ich Fläche, Nutzung, gewünschte Nutzungsklasse und – am wichtigsten – das Zeitfenster. Sagen Sie mir früh, wann die Fläche wieder in Betrieb sein muss. Wenn es nicht geht, sage ich das sofort, statt Sie hinzuhalten.

Angebot anfragen Preis überschlagen 0157 80908065

Objektaufträge führen wir im gesamten Münchner Raum aus, unter anderem in Obersendling, Martinsried, Planegg, Laim und der Münchner Innenstadt. Für Praxen und Labore im Umfeld von Klinikum Großhadern und dem Campus Martinsried arbeiten wir regelmäßig – dort zählen Fugendichtheit und Hygiene mehr als die Optik.