Parkett ist der Bodenbelag, bei dem Fehler am längsten sichtbar bleiben. Ein Laminat lässt sich austauschen; ein falsch verlegtes Parkett bleibt dreißig Jahre liegen. Deshalb steht hier, worauf es tatsächlich ankommt – und wo wir Ihnen abraten würden.

Fischgrätparkett aus Eiche, verlegt in einem Objekt in München

Welches Parkett passt zu Ihrem Raum?

Fertigparkett

Mehrschichtig aufgebaut, mit einer echten Holz-Nutzschicht von meist 2,5 bis 4 mm. Der häufigste Fall in Wohnungen – schwimmend verlegt, schnell begehbar, gut fußbodenheizungstauglich.

  • Je nach Nutzschicht ein- bis zweimal abschleifbar
  • Formstabiler als Massivparkett, verträgt Heizungsluft besser
  • Geeignet für Mietwohnungen und wenn es zügig gehen muss

Massivparkett

Durchgehend Vollholz, üblicherweise vollflächig verklebt. Die Anschaffung ist teurer, die Lebensdauer dafür kaum begrenzt.

  • Mehrfach abschleifbar – hält Generationen
  • Arbeitet stärker, braucht stabiles Raumklima
  • Sinnvoll bei Altbau, Eigentum und langfristiger Nutzung

Fischgrät und Verlegemuster

Fischgrät, Würfel, englischer Verband: optisch der größte Unterschied – und der größte Aufwand. Jede Diele muss sitzen, sonst läuft das Muster aus dem Raster und der Fehler summiert sich über den Raum.

  • Deutlich höherer Zeitaufwand als Schiffsboden
  • Der Untergrund muss besonders eben sein
  • Mehr Verschnitt – gehört ins Angebot, nicht in die Nachträge

Geölt oder versiegelt?

Die zweite Grundsatzentscheidung, und sie betrifft vor allem den Alltag danach. Geölt wirkt natürlicher, fühlt sich wärmer an und lässt sich stellenweise ausbessern – braucht aber regelmäßige Pflege und alle ein bis drei Jahre eine Auffrischung. Versiegelt ist pflegeleichter und robuster, Kratzer lassen sich dafür nicht punktuell reparieren.

Wir haben das ausführlich verglichen: Parkett geölt oder versiegelt – was ist besser?

Der Untergrund entscheidet über das Ergebnis

Parkettdielen beim Verlegen auf vorbereitetem Untergrund in München

Vor jeder Verlegung wird geprüft, nicht geschätzt:

  • Restfeuchte des Estrichs – gemessen, nicht überschlagen. Zu feuchter Estrich ist die häufigste Ursache für Schäden, die erst Monate später sichtbar werden.
  • Ebenheit nach DIN 18202. Unebenheiten zeichnen sich im Parkett ab und führen zu Knacken und offenen Fugen.
  • Festigkeit und Sauberkeit – alte Klebereste, Spachtelreste und lose Schichten müssen herunter.
  • Bei Fußbodenheizung: Aufheizprotokoll und Eignung des Aufbaus.

Wenn der Untergrund nicht passt, sagen wir das vorher – auch wenn dadurch Kosten entstehen, die im ersten Angebot nicht standen. Alles andere fällt auf beide Seiten zurück. Mehr dazu: Warum der Untergrund so wichtig ist

Was Parkett verlegen in München kostet

Seriös lässt sich das nur nach einer Besichtigung sagen. Als grobe Orientierung für den Arbeitslohn ohne Material:

  • Fertigparkett schwimmend, Schiffsboden – der günstigste Fall
  • Vollflächig verklebt – spürbar aufwendiger, dafür ruhiger im Trittschall
  • Fischgrät und Muster – deutlicher Aufschlag durch Zeit und Verschnitt
  • Untergrundvorbereitung, Altbelag entfernen und Entsorgung kommen hinzu

Eine erste Einschätzung liefert unser Schnellangebotsrechner. Er ersetzt kein Angebot, gibt Ihnen aber eine belastbare Größenordnung, bevor jemand zu Ihnen nach Hause kommt.

Häufige Fragen

Parkett auf Fußbodenheizung – geht das?

Ja, mit dem richtigen Aufbau. Fertigparkett ist meist die bessere Wahl, weil es formstabiler ist. Wichtig sind ein geeigneter Klebstoff, eine geringe Aufbauhöhe und das Aufheizprotokoll des Heizungsbauers. Massivparkett auf Fußbodenheizung ist möglich, aber heikler.

Wie lange dauert das Verlegen?

Das hängt fast immer am Untergrund. Ist er in Ordnung, sind für eine Wohnung mit 60 bis 80 m² zwei bis vier Arbeitstage realistisch. Muss gespachtelt, geschliffen oder ein alter Belag samt Kleber entfernt werden, wird es deutlich mehr – dazu kommen Trocknungszeiten, die sich nicht verkürzen lassen. Eine verlässliche Aussage gibt es deshalb erst nach der Besichtigung. Wer Ihnen vorher eine Dauer zusagt, rät.

Kann man altes Parkett retten statt neu zu verlegen?

Sehr oft ja – und meist ist es die günstigere Lösung. Solange die Nutzschicht ausreicht, lässt sich Parkett schleifen und neu versiegeln oder ölen. Der Boden hält danach wieder Jahrzehnte. Wir schauen uns das an, bevor wir Ihnen etwas Neues verkaufen.

Muss die alte Wohnung leer sein?

Idealerweise ja. Möbel können umgestellt und raumweise gearbeitet werden, das verlängert aber die Bauzeit und erhöht den Preis. In bewohnten Wohnungen arbeiten wir regelmäßig – dann bitte im Vorfeld ansprechen, damit es realistisch geplant wird.

Objekt- und Gewerbeflächen

Großflächig verlegtes Parkett in einem Bürogebäude in München

In Büros, Praxen und Verwaltungsgebäuden gelten andere Regeln: Nutzungsklasse, Brandverhalten des Aufbaus und Abschnittsbildung im laufenden Betrieb. Was dabei zu beachten ist, steht hier: Bodenbeläge im Objektbereich

Warum wir

Kerber Art & Service e.K. ist ein kleiner, persönlich geführter Betrieb in München, eingetragen in der Handwerksrolle der HWK München. Über die Hälfte unserer Aufträge kommen von Kunden, für die wir schon einmal gearbeitet haben. Sie haben einen Ansprechpartner, der selbst auf der Baustelle steht – und der Ihnen sagt, wenn etwas keine gute Idee ist.

Beispiele ausgeführter Arbeiten finden Sie in der Galerie.

Parkett in München verlegen lassen

Schicken Sie uns Raumgröße, gewünschten Belag und – wenn möglich – ein paar Fotos vom jetzigen Boden. Damit lässt sich meist schon einschätzen, was auf Sie zukommt.

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